Nachbar-Jammern

Na dann auf ein Neues: Nachbarn können gut sein, nett sein, böse sein, laut sein, hilfsbereit sein oder gar unausstehlich sein. Jeder ist ein Nachbar, wenn er nicht auf einer Insel wohnt.Wir haben -linkerseits- gute, liebe, hilfsbereite, nette Nachbarn. Rechterseits,klar die sind auch nett;  es sind Nachbarn, die sehen nur bis zu ihrem eigenen Tellerrand. Als diese neuen Nachbarn damals einzogen, war das fast so, als hätten wir hier eine Grossbaustelle. Klar, dass da gewerkelt, gebohrt und gehämmert wird im neuen Heim, ist verständlich. Schliesslich will man es sich schön machen, das Reihenhäuschen. Da kümmert es doch nicht, wenn die anderen, die alten Nachbarn bis spät nach 22. Uhr noch vom Hämmer und Bohren ganz dusselig sind. Man hatte das Gefühl, als würden die neuen Nachbarn sich ein neues Haus bauen, so laut und anhaltend lang ging das. Da wurde nicht mal an der Tür geklingelt und Bescheid gesagt: "tut uns leid, heute dauert es mal ein wenig länger"... das hätte schon genügt,um Geduld zu haben. So aber war die typische Nachbar-Feindschaft vorprogrammiert. Sie -die Neuen- interessieren sich ausschliesslich für sich und ihre Wet, so nach dem Motto: " was geht mich das an, wie es anderen Menschen geht, Hauptsache, mir geht`s gut". Da saust der "hochbegabte", von seinen Eltern zärtlich genannte "mein Sohn kann Mozart"-Sprössling.... zigmal die Treppe rauf und runter, nein, der saust nicht, er springt, ohne Rücksicht darauf, dass vielleicht die Nachbarn, nämlich wir zur Linken, das nicht so toll finden, denn es wackelt jedesmal die ganze Bude, wenn Herr Mozart dieses Springen praktiziert. Seine Mamma macht es ihm ja vor, nur die kann nicht mehr so springen, weil in die Jahre gekommen, so um die 40 (*ggg) aber sie poltert halt, stampft sozusagen die Treppen rauf und runter. Das ist aber noch nicht alles: Herr Mozart übt am Klavier, ja das ist kein normales Üben, das ist das arme Instrument malträtieren, ihm wehtun, es sich untertan machen -das machen normalerweise nur wirkliche Musiker (???) ehrlich, so schnell wie Herr Mozart-Sprössling ,spielt keiner, da kommen die 88 Tasten kaum mit, so rapide werden sie gedrückt,gestreift,gerupft usw..... Töne werden zwar produziert, jede Menge Töne innerhalb hundertstel von Sekunden, ja, eine Menge von Tönen. Die einzige Möglichkeit die Ohren dagegen zu schützen ist: Radio an, dann hört man wengstens die eigene Musik. Nun spiele ich ja selbst Klavier,seit über 40 Jahren. Da kommen auch eine Menge Töne zusammen, aber in einer viel längeren Zeit *grins, und ich habe  in Rücksicht auf meine Nachbarn mir extra ein digitales Klavier zugelegt, das man leiser stellen kann, wenn man übt.

Im übrigen nützt der ganze Ehrgeiz, die ganze Überei gar nix, wenn da kein Talent ist.

 

 Wie dem auch sei: Lassen wir Herrn Mozart seine musikalischen Eingebungen, sie haben mich nur kurz interessiert.

 

Und inzwischen habe ich mir ein dickes Fell angeeignet und meinen rheinländischen Humor aus der Versenkung geholt.

Nachbarn sind auch Menschen *ggg